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Übersicht unserer Aktivitäten

Alter der Kirche (noch) nicht eindeutig geklärt

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 16. September 2020, 11:23 Uhr in Allgemein.

"Vor Ort" in der Großen Kirche erläuterte Dr. Christof Spannhoff seine Spurensuche nach den Ursprüngen des Gotteshauses. Foto: Menebröcker

Die Einrichtung der großen Kirche in Burgsteinfurt darf bereits im 9. wenn nicht gar im 8. Jahrhundert vermutet werden. Zu dieser Einschätzung kam Dr. Christof Spannhoff vom Institut für vergleichende Städtegeschichte bei seinem Vortrag am Dienstagabend auf Einladung des Heimatvereins Burgsteinfurt und des Kulturforums, der wegen der Corona-Pandemie in der Kirche stattfand.  Als Gründe nannte der Historiker, dass die städtische Siedlung später entstand als die Kirche im Bereich des Friedhofs. Der heutige Stadtbereich wurde erst im 13. Jahrhundert angelegt (erste Erwähnung 1322). Stadtrechte nach münsterischem Vorbild verlieh Ludolf von Steinfurt seinem Ort 1347, die Befestigung der Stadt erfolgte nach 1396.

Karl der Große und Liudger, der 805 als erster Bischof von Münster eingesetzt wurde, waren nicht die  Ersten, die den christlichen Glauben im Münsterland verbreiteten, verwies Spannhoff auf die Brüder Ewalde, die bereits gut 100 Jahre vor  Karl dem Großen als Missionare hier tätig waren. Aus Bestattungen kann geschlossen werden, dass es bereits vor Karl dem Großen und Liudger Christen in Westfalen gab.

Die Kirche im alten Sachsen nannte Spannhoff eine Missionskirche, feste Bistümer mit genauen Grenzen bildeten sich erst im Hochmittelalter (1050 bis 1250). Schriftlich indirekt erwähnt wird das heutige Burgsteinfurter Gotteshaus erst 1238, indem ein „plebanus in Stenvorde“ – also ein Priester in Steinfurt – namens Henricus genannt wird. 1247 ist von einem Kirchspiel Steinfurt die Rede.

Architektonisch gehen die ältesten Teile der Kirche auf einen romanischen Bau des frühen 13. Jahrhunderts zurück. Bisherige Funde lassen auf einen Vorgängerbau schließen. Die These, dass die Burgsteinfurter Kirche im frühen 9. Jahrhundert gegründet wurde, könne von archäologischer Seite bisher weder bestätigt noch widerlegt werden.

Laut Spannhoff hat es sich um eine Eigenkirchengründung  auf dem Aahof gehandelt. „Da die Edelherren von Steinfurt 1270 das Patronatsrecht an die vermutlich 80 Jahre zuvor gegründete Johanniterkommende übertragen konnten, waren sie also die damaligen Eigenkirchenherren“, so der Historiker, der darauf verwies, dass Patrozinien im Lauf der Jahrhunderte häufig wechselten. Voraussetzung für ein Patrozinium war der Besitz von Reliquien. Wie aber kamen Überreste der hl. Willibrord nach Burgsteinfurt? Als Möglichkeit nannte Spannhoff, das der im Münsterland missionierende Abt Beornrad sie aus Echternach,  wo Willibrord seine letzte Ruhestätte fand, mitgebracht hat. Das Patrozinium des hl. Willibrord wird urkundlich erstmals 1415 erwähnt.

Weiter ging der Redner auf die ungenaue Ostung der Burgsteinfurter Kirche ein, dessen Abweichung bei sieben Grad liegt. Die unsaubere Ostung der Kirche deutet auf eine Errichtung unmittelbar nach den Sachsenkriegen (772 – 804) hin.

Das hohe Alter einer Kirche ist stets an eine günstige Verkehrslage gekoppelt. Die Steinfurter Aa wurde von einer „via regia“, einem Königsweg gekreuzt. Weiteres Indiz ist der Standort der Kirche außerhalb der Stadt. Absolute Gewissheit über das Alter der Großen Kirche in Burgsteinfurt könnten aber nur eindeutige archäologische Ergebnisse bringen, hofft der Historiker, dass die Methoden auf diesem Gebiet weiter verfeinert werden.

Auf den Spuren der Großen Kirche

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 8. September 2020, 17:45 Uhr in Allgemein.

Vortrag von Dr. Christof Spanhoff in der Großen Kirche

Wird das Geheimnis der Großen Kirche am Dienstag der kommenden Woche gelüftet, wenn Dr. Christof Spannhoff in seinem Beamer-Vortrag in der Großen Kirche auf den Ursprung derselben im Rahmen von Missionsbemühungen im Raum Münster/Mimigernaford eingeht und auch für   mögliche Standorte Lösungen anbietet?

Die Große Kirche im 18. Jahrhundert. Bild: Hilgemann

Bereits mit der Einsetzung Beonrads, 775 als Abt von Echternach, begannen die Bekehrungsversuche der Sachsen und führten dann ab 777 in relativ abgesicherten Gebieten zur Konsolidierung  der Christianisierungbemühungen.

Kirchengründungen erfolgten auf fränkischen Königsgütern oder auf Erbgütern von sächsischen Adeligen, die sich schon früh zum neuen Glauben hatten bekehren lassen. Da sich deren Siedlungen hauptsächlich an Wasserläufen, alten Heerstraßen, Wegkreuzungen und an Flussüberquerungen befanden, eigneten sich diese Standorte u.a. aus strategischen Gründen auch für die Errichtung von Missionsstationen, sofern das umliegende Gebiet erobert und christianisiert war.

Von Kirchengründungen auf Königsgütern sind Rheine, Wettringen und Schöppingen bekannt, die bis zur Schenkung von Ludwig dem Frommen an das Marienkloster in Herford am 7. Juni.838 königliche Eigenkirchen waren. Könnte das Geschehen bei der Großen Kirche in Burgsteinfurt nicht so ähnlich gewesen sein? Mal schauen, was Dr. Christof Spannhoff dazu zu sagen hat!

Die Veranstaltung findet wegen der Corona-Zeiten nicht wie üblich in der Niedermühle sondern in der Großen Kirche statt. Dabei wird das Konzept der evangelischen Kirchengemeinde zur Corona- Schutzverordnung von Heimatverein Burgsteinfurt/VHS voll inhaltlich übernommen. Die üblichen Hygiene-Vorschriften und das Tragen von Masken sind allerdings Voraussetzung.

Der Vortrag beginnt am 15. September (Dienstag) um 19 Uhr. Die Kirchentür ist ab 18.15 Uhr geöffnet. Für Mitglieder des Heimatvereins ist der Besuch des Vortrages kostenfrei, während alle übrigen interessierten Besucher eine Kursgebühr von sechs Euro zu zahlen haben.

Zusätzliche Informationen können jederzeit bei Gottfried Bercks, Tel. 02551/5021, eingeholt werden. Eine vorherige Anmeldung zur Teilnahme ist erwünscht, Tel 02551/5987 (Stadtmuseum).

Frauentreff im Martin-Luther-Haus

Verfasst von R.Menebröcker, Sonntag, 30. August 2020, 12:02 Uhr in Allgemein.

Der Frauentreff des Heimatvereins startet nach der Corona bedingten Zwangspause am 7. September (Montag) mit einem gemütlichen Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Rosinenbrot. Ort des Treffens ist diesmal die ehemalige Gaststätte des Martin Luther Hauses an der Wettringer Straße, die eine bessere Umsetzung der Abstandsregeln als die Niedermühle ermöglicht. Beginn des Treffens ist um 14:45 Uhr. Als Gast ist Heinz Epker eingeladen , der den Frauen die plattdeutsche Sprache anhand von  Gedichten und Anekdoten von Augustin Wibbelt nahebringen wird. Die Frauen werden gebeten, einen Mundschutz mitzubringen, der außerhalb des festen Sitzplatzes getragen werden sollte. Ebenso sollten Kaffeegeschirr und ein Tafelmesser mitgebracht werden.

"Pflegegeld" für Burg Ascheberg

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 17. August 2020, 23:09 Uhr in Allgemein.

Mit einem Historienspiel wurde am 2. Juni 2013 die Anlage eröffnet.

Die Pflege des Bodendenkmals „Burg Ascheberg“ ist dank einer Spende der Kreissparkasse weiter gesichert. 3000 Euro stellte das Kreditinstitut dem Heimatverein zur Verfügung. Stephan Runde, Regionaldirektor der Kreissparkasse, übergab das Geld an die HV-Vorsitzende Dr. Barbara Herrmann und Hans Knöpker sowie Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, qua Amt geborenes Mitglied im Vereinsvorstand, die sich bei der Sparkasse um den Zuschuss bemüht hatte.

Über die Geschichte  der Burg, insbesondere die Entstehung, weiß man nur sehr wenig. Im 12. Jahrhundert tauchten für kurze Zeit eine Bauerschaft und eine Familie von Ascheberg in den Quellen auf. Bereits 1206 bedeutete aber der Eintritt von Odelildis „matrona nobilis de Ascenberhg“ in ein Kloster bereits wieder das Ende von Geschlecht und Territorium. Einer Chronik der Steinfurter Johanniterkommende aus dem 15. Jahrhundert nach wurde die Burg um 1164 in einer Fehde der Ascheberger mit den Herren von Steinfurt von diesen zerstört.

Eine „authentische Rekonstruktion, aber kein Abbild der Wirklichkeit“ nannte Dr. Christoph Grünewald vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe bei der Übergabe der neu gestalteten Anlage am 2. Juni 2013, was mit der Burg Ascheberg geschehen ist.  50000 Euro Fördermittel  kamen damals für die Neugestaltung zusammen.

Beim aktuellen Termin bedauerte Hans Knöpker, dass der geschichtsträchtige Ort von einigen Zeitgenossen für Feten und Müllablage missbraucht werde. Nachbarn hätten jedoch ein Auge darauf, dass der Unfug nicht überhand nähme.

Die Spende der Sparkasse soll verwendet werden, die Wege auszubessern und beschädigte Hinweistafeln zu ersetzen. Knöpker danke den Mitarbeitern des Baubetriebshofes, die die Schutzhütte am Eingang instandgesetzt und gereinigt haben.

Keine Abendradtouren

Verfasst von R.Menebröcker, Samstag, 18. Juli 2020, 10:23 Uhr in Allgemein.

Die Abendradtouren des Heimatvereins finden wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht statt. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt der Stadt sind Radtouren nach den Corona-Richtlinien nur mit bis zu zehn Personen zulässig. Daher werden die Fahrten erst wieder durchgeführt, wenn die Richtlinien gelockert worden sind.

Jahresfahrt auf August 2021 verschoben

Verfasst von R.Menebröcker, Donnerstag, 25. Juni 2020, 15:29 Uhr in Allgemein.

Die große Erlebnisfahrt mit dem Heimatverein Burgsteinfurt im August 2020 wird abgesagt. Die Organisatoren teilen mit, dass aufgrund der aktuellen Corona-Situation und der damit verbundenen Einschränkungen bei der Busfahrt, bei Ausflügen, bei Führungen und beim Hotel- und Gaststättenaufenthalt, eine Durchführung der Reise nur unter erschwerten Bedingungen möglich wäre. "Spaß und Freude soll eine Fahrt bringen, ist aber unter diesen Umständen nicht möglich. Deshalb wird die Fahrt in den Schwarzwald mit dem gleichen Programm in das nächste Jahr auf den 7. bis 10. August 2021 verschoben", teilt Organisator Hermann Lindhof mit.

Keine Radtour - kein Musical

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 24. Juni 2020, 09:57 Uhr in Allgemein.

Die für die Frauengruppe des Heimatvereins geplante Fahrradtour im Juli muss in diesem Sommer leider ausfallen. Ebenso wird die Fahrt zur Freilichtbühne wegen der Absetzung des Musicals „Sister act“ nicht stattfinden. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Der neue Termin der Aufführung ist der 29. Juli 2021.Die Organisatorinnen wünschen einen guten Sommer und hoffen auf ein gesundes Wiedersehen im Herbst.

Vorstand tagt im Ludwigshaus

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 9. Juni 2020, 17:06 Uhr in Allgemein.

Die nächste Vorstandssitzung des Heimatvereins findet am 17. Juni im Festsaal des Ludwigshauses statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Blaudruckwerkstatt bietet Masken an

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 28. April 2020, 17:25 Uhr in Allgemein.

Annette Rehaag (links) und  Elisabeth Wrobel mit in der Blaudruckwerkstatt gefertigten Masken.

Angesichts der Maskenpflicht sucht der eine oder andere möglicherweise ein besonders interessantes Stück. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Masken, so der Heimatverein in einer Pressemeldung, zum Verschenken, zum Selbstnutzen oder als interessantes Accessoires. Nach der erfolgreichen Aktion „Masken nähen fürs Krankenhaus“, bei der der Heimatverein Burgsteinfurt und das KulturForumSteinfurt unter Beteiligung von ca. einhundert ehrenamtlichen Näherinnen und Nähern dem Krankenhaus 1.500 Masken übergeben konnten, ist es jetzt möglich, beim Heimatverein auch Masken zu kaufen. Annette Rehaag, Elisabeth Wrobel und Ute Bode bieten in der Blaudruckwerkstatt drei unterschiedliche Sorten von Masken an: Blaudruckmasken als Reservedruck mit einer speziellen aufwendigen Druckart und Färbetechnik, Blaudruckmasken mit der Möglichkeit Filtermaterial wie Kaffeefilter oder Staubsaugerbeutelmaterial einzulegen sowie einfache doppellagige Baumwollmasken. Ob in blau oder rot, weiß-blau oder oliv-grün, alle sind mit Pfeifenputzern verarbeitet, damit sie gut auf der Nase halten, mit Bändern versehen, die je nach Länge hinter dem Kopf gebunden oder aber hinter den Ohren verknotet werden können. Die Masken sind bei 60 Grad waschbar und daher mehrfach zu gebrauchen. Dienstags und freitags von 9:30 bis 12 Uhr sowie am 1. Samstag im Montag von 9:30 bis 12:30 Uhr ist die Blaudruckwerkstatt in der Kirchstraße geöffnet. Hier erhalten Interessierte die unterschiedlichen Masken zum Preis von 3,50 bis 7 Euro.


 

Corona – Corona – Corona…

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 6. April 2020, 18:27 Uhr in Allgemein.

                      

An die Frauengruppe des Heimatvereins Burgsteinfurt

Liebe Heimatfreundinnen,

seit Wochen halten wir aus Rücksicht auf unsere Lieben und unsere Mitmenschen Abstand und verzichten auf den direkten Kontakt zu ihnen. Freunde vermissen ihre Freunde, Nachbarn ihre Nachbarn, Enkelkinder die Großeltern, Kinder ihre Eltern und umgekehrt. Das Osterfest wird vermutlich nur im kleinsten Kreis gefeiert werden. Der für viele selbstverständliche Urlaub muss ausfallen.

Noch ist keine Exit- Strategie der Politik und der Ärzteschaft aus der Krise erkennbar und wahrscheinlich auch noch nicht möglich. Auch wir als Organisatorinnen der Frauengruppe des Heimatvereins sind traurig, dass wir uns in der nächsten Zeit nicht mehr in unserer schönen Niedermühle treffen können. Noch Anfang März gingen wir davon aus, dass wir uns in gewohnter Weise zu Anfang eines jeden Monats zu einem interessanten Thema zusammenfinden könnten.

Leider hat auch uns das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wann wir uns wieder in fröhlicher Runde sehen können, steht in den Sternen. Wir alle gehören ja zur besonders gefährdeten Altersgruppe und sollen deshalb sehr vorsichtig sein. Trotzdem sollten wir als Ältere die Vorteile sehen, die die meisten von uns als Rentnerinnen haben. Wir müssen uns nicht mehr um unser Einkommen sorgen wie viele Menschen in Berufen, deren Firmen jetzt geschlossen sind.

Wichtig ist auch, dass wir nicht den Mut verlieren und fest daran glauben, dass bald wieder bessere Zeiten kommen. Dann werden wir vieles nachholen können. Bis dahin sollten wir Lebensfreude und Zuversicht in die Zukunft behalten. Ein Spruch von Joachim Ringelnatz kann vielleicht dabei helfen: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt“.

Ein frohes Osterfest, hoffentlich mit einem leckeren Ostermenü und bunten Ostereiern wünsche ich euch allen. Bitte bleibt gesund und bewahrt euch einen gesunden Optimismus.

Viele Hilfsaktionen von Bürgern für Bürger ermuntern und lassen hoffen, dass wir alle eine gute gemeinsame Zukunft haben auch in wirtschaftlich und sozial schwerer werdenden Zeiten.

Für das Team der Frauengruppe übermittelt euch allen Herzliche Oster-Grüße

Marlene Hilgemann