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Rechenmaschine aus dem Jahr 1935 Diese Rechenmaschine ist nur eines der Exponate, die in der Industrieausstellung des Stadtmuseums gezeigt werden. Sie wurde dem Heimatverein von Helma Sallandt zur Verfügung gestellt. Foto: Pape
Der Heimatverein Burgsteinfurt, ein junger Verein mit langer Tradition.
Bereits 1901 als Verkehrsverein gegründet, blickt der Verein auf eine lange Tradition zurück. Heute ist der Heimatverein ein Treff- und Sammelpunkt von Menschen mit unterschiedlichen Interessen- und Aufgabengebieten.

Auf unserer Site sammeln wir Informationen zu unserer Heimat und präsentieren Ihnen unsere Angebote an Aktivitäten zum Mitmachen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unseren Seiten.

Anstehende Termine
19. Dezember 2017, 18:00 Weihnachtsfeier der Ralergruppe
Weihnachtsfeier der Radlergruppe, 18 Uhr bei Gisela und Wilhelm Dudek.
Kommentare
9. Januar 2018, 19:00 Vorstandssitzung
Vorstandssitzung, 19 Uhr, Niedermühle.
Kommentare

Die neuesten Berichte

Weihnachtsfeier der Radler

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 13. Dezember 2017, 17:35 Uhr in Allgemein.

Am Dienstag (19.12.2017) um 18 Uhr findet für die Radelgruppe vom Heimatverein Burgsteinfurt bei Gisela und Wilhelm Dudek eine Weihnachtsfeier statt. Zur Organisation wird bis Samstag  (16.12.2017) um Anmeldungen unter der Rufnummer 02551/80558 gebeten.

Blaudruckwerkstatt zum Nikolausmarkt geöffnet

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 5. Dezember 2017, 15:46 Uhr in Allgemein.

Vom 8. bis 10. Dezember 2017 findet der 44. Burgsteinfurter Nikolausmarkt in der Innenstadt statt. Die Blaudruckerei ist an allen drei Tagen jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Das Stadtmuseum ist am Sonntag (10.12.) von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Anlässlich des Weihnachtsmarktes präsentiert der Museumskreis in der Kreissparkasse am Samstag (9.12.) von 14 bis 17 Uhr und am Sonntag (10.12.) von 11 bis 17 Uhr eine Auswahl von Büchern zum verkauf an. Das Stadtmuseum hat den eigenen Bücherbestand erweitert, der zur Ausleihe im Museum angeboten wird.

Katholische Krippe - evangelischer Baum

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 27. November 2017, 17:31 Uhr in Allgemein.

Bibelfliesen mit weihnachtlichen Motiven stellt der Heimatverein in der Sparkasse aus. Foto: Menebröcker

„Altvertrautes neu entdecken“ – unter diesem Motto wurde am Montag (27.11.) die 39. Krippenausstellung der Heimatvereine Horstmar und Burgsteinfurt im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse eröffnet. Krippe und Weihnachtsbaum gehörten immer schon dazu, glauben viele. Doch dem ist nicht so, machte Prof. Dr. Anton Janssen vom HV Horstmar bei der Eröffnung deutlich.

Franz von Assisi stellte die Weihnachtsgeschichte nachweislich erstmals im Jahr 1223 mit lebenden Personen und Tieren nach. Die vermutlich älteste Krippe der Welt von 1291 befindet sich in der Sixtinischen Kapelle in Rom. In der Mitte des 16. Jahrhunderts tauchten zunehmend Krippendarstellungen in den katholischen Kirchen Europas auf. Für die Verbreitung sorgten insbesondere die Jesuiten. 1607 wird erstmals eine Weihnachtskrippe in München belegt. Während der Aufbau der Krippen in der katholischen Kirche Tradition hatte, wurde von Martin Luther  der Weihnachtsbaum in den Vordergrund gestellt. Ihm war der Kult um die Heiligen (St. Nikolaus) ein Dorn im Auge.

Doch bereits 1419 sollen Bäcker im Breisgau einen Weihnachtsbaum mit Lebkuchen, Äpfeln und Nüssen geschmückt haben. Die ältesten Belege auf einen dekorierten Tannenbaum stammen aus der Zunftchronik des städtischen Handwerks in Bremen aus dem Jahr 1597. Heimisch wurde der Weihnachtsbaum in Deutschland aber erst nach dem Ersten Weltkrieg.

Ein breites Spektrum an Krippen ist in der Ausstellung zu sehen: Vom Bauhauskünstler  über die 100 Jahre alte Darstellung aus der Leerer Kirche bis hin zu Scherenschnitten der Gruppe „Durchstarter“ der evangelischen Gemeinde.

„Wir haben versucht, alt und neu zu verbinden“ erklärte Martin Behrning-Lorenz mit Blick auf das Motto. Lieber in den heimischen Geschäften als bei Amazon einzukaufen, riet Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Auf die gelungene Darstellung des Kerns der Weihnachtsbotschaft wies Pfarrer Hans-Peter Marker hin.

Scheckübergabe durch Stephan Runde (re.) Foto: Menebröcker

Der Heimatverein Burgsteinfurt beteiligt sich an der Ausstellung mit einer Auswahl an Bibelfliesen mit weihnachtlichen Motiven. Die Vorsitzende Dr. Barbara Herrmann dankte den Familien Janssen und Behrning-Lorenz für all die Arbeit, die sie seit 39 Jahren in die Ausstellungen investiert haben mit einer Bescherung vor der Bescherung. Sparkassen-Regionaldirektor Stephan Runde überreichte den Organisatoren einen Scheck über 1000 Euro.

Erinnert wurde bei der Ausstellungseröffnung auch an den Initiator der Ausstellung vor 39 Jahren: Ernst Berhrning. Der „Bürgermeister der Friedenau“ stellte die erste Ausstellung – damals noch im Ludwigshaus – auf die Beine – damals blieben die Kirchenvertreter fern.

 

Wie sich Stemmert verändert hat

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 13. November 2017, 17:49 Uhr in Allgemein.

Von Gottfried Bercks

Der Bildervortrag "Ansichtssache" mit Günther Hilgemann fand bei den Heimatfreunden eine große Resonanz. Die 50 Stühle in der Niedermühle waren nicht ausreichend, um allen interessierten Besuchern einen Sitzplatz anbieten zu können.
"Eine Stadt hat viele Gesichter und jeder seiner Bewohner betrachtet sie durch seine ureigenste persönliche Brille", waren die Eingangsworte Hilgemanns zu seinem Bildervortrag. Für ihn war es wichtig, deutlich zu machen, dass die Veränderungen im Stadtbild auch als solche erkannt werden. Dazu zeigte und kommentierte er mehr als 120 Bilderpaare, die er in alten und neuen Ansichten, aus der gleichen Perspektive aufgenommen, gegenüber stellte. Dabei fand er immer wieder auf den alten Fotos Anhaltspunkte, um die jeweilige Jahreszahl bestimmen zu können. So orientierte er sich um 1900 an den ersten in der Altstadt 1897 installierten 16 Bogenlampen oder auch an den verschiedenen Denkmalobjekten wie die Medaille des Feldmarschals Blücher, der vom 30.09.-02.12.1795 im Hotel zum Elefanten sein Standquartier hatte. Anläßlich des 100. Geburtstag von Kaiser Wihelm I wurde auf dem Marktplatz in Burgsteinfurt am 22.03.1897 das Kaiser Wilhelmdenkmal aufgestellt. Leider ist die Bronzefigur im 2. Weltkrieg eingeschmolzen und der Sockel am 28.07.1953 abgebaut worden. Er steht heute vor dem Stadtmuseum. Auch das Denkmal des Grafen Arnold IV, dem Gründer der Hohen Schule, fand in Higemanns Vortrag ausreichende Würdigung. Es wurde von ehemaligen Arnoldinern am 18.07.1903 gestiftet und  steht gegenüber der Vorburg im früheren Schloßgarten. Auch die Büste von Bismarck am Eingang zum Bagno stammt aus dieser Zeit. Burgsteinfurt hatte damals etwa 5000 Einwohner. Durch die Bombenangriffe im März 1945 sind viele denkmalgeschützte Wohngebäude aus der historischen Altstadt unwiederbringbar verloren gegangen, so auch einige Villen der Steinfurter Industriebarone und auch sonstige denkmalgeschützte Häuser wie das von dem "Rentner Kappesser", das an der Ecke Leererstraße/Bismarckstraße stand. Aber trotzdem lohnt es sich auch heute noch in dem kleinen Städtchen zu leben.

Stündlich Rasieren ist verdächtig

Verfasst von R.Menebröcker, Samstag, 11. November 2017, 15:24 Uhr in Frauentreff.

Lustig und unterhaltsam ließ Heinz Epker den Frauentreffnachmittag in der Niedermühle wie im Flug verstreichen. Foto: Hilgemann

Von Marlene Hilgemann

Ein volles Haus und zwei Überraschungsgäste machten den jüngsten Frauentrefftermin des Burgsteinfurter Heimatvereins zu einem besonderen Nachmittag. Als Referent in der Niedermühle präsentierte Heinz Epker in seinem unnachahmlichen Platt „Redensarten als Ratgeber zur Lebensgestaltung“. Zuvor aber konnte das Leitungsteam um Marlene Hilgemann die Vorsitzende des Heimatvereins Dr. Barbara Herrmann und ihren Stellvertreter Hans Knöpker begrüßen. Die im Frühjahr gewählte neue Vorsitzende möchte alle Gruppen kennenlernen und sich somit ein Bild über die vielen Aktivitäten des rührigen Heimatvereins machen.

Wie besorgt die Landbevölkerung früher um ihre Gesundheit war, konnte Heinz Epker an zahlreichen Spruchweisheiten und Erzählungen belegen. Schlitzohrig wurde es, als Epker berichtete, dass man den Kindern in schlechten Zeiten trockenes Brot zu essen gab. Hintergedanke: Dann essen sie nicht so viel. Und noch schlimmer, man machte den Kindern weis, dass verschimmeltes Brot besonders gut sei. Davon bekämen sie klare Augen und eine schöne Stimme. Epker hatte bei verschiedenen Döhnkes die Lacher auf seiner Seite. So gab der Doktor seinem trunksüchtigen Patienten den Rat, sofort mit dem Alkoholgenuss aufzuhören. Eine kleine Menge gestand er ihm aber doch noch zu. Nur durfte seine Frau nichts davon wissen. Der Rat des Arztes: Lassen sie sich zum Rasieren heißes Wasser von ihrer Frau zubereiten und dann machen Sie sich einen Grog davon. Einige Wochen später kommt die Frau verzweifelt zu dem Arzt. Ihr Mann rasiere sich jetzt stündlich. In einem Sketch, für den der vortagende Schüler in einem Lesewettbewerb sogar den 1. Preis bekommen hat, ging es um einen Taler, den ein Bergmann von seinem Lohn abgezweigt hatte. Um den unterschlagenen Taler sicher aufzubewahren, schlich er ins Schlafzimmer und steckte die Münze in den Saum des Nachthemdes. Am andern Morgen war der Taler weg. Sein Suchen fiel der Ehefrau auf. „Wenn du dat Geld verstoppen wusst, dann moss du dat auch in dien egen Nachthiämd dohn un nich in mient.“