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Anstehende Termine

Die neuesten Berichte

Keine Wanderung - kein Grünkohl

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 6. Januar 2021, 18:04 Uhr in Allgemein.

Im Jahresprogramm des Heimatvereins Burgsteinfurt wurde für den 18. Januar die traditionelle Winterwanderung mit anschließendem Grünkohlessen angekündigt. Die Organisatoren teilen mit, dass diese Veranstaltung in diesem Jahr Corona-bedingt ersatzlos ausfällt.

Stadtmuseum geschlossen

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 4. Januar 2021, 11:08 Uhr in Allgemein.

Wegen der Corona-Pandemie bleibt das Stadtmuseum An der Hohen Schule bis einschließlich 10. Januar (Sonntag) geschlossen.

Neues Jahresheft ist da

Verfasst von R.Menebröcker, Donnerstag, 17. Dezember 2020, 16:40 Uhr in Allgemein.

Das Jahresheft 2020 des Heimatvereins Burgsteinfurt – aktuell Nr. 14– ist rechtzeitig zum Weihnachtsfest erschienen und wird in diesen Tagen an die Mitglieder verteilt. Auf 60 Seiten hält der Verein darin Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres, die durch die Corona-Pandemie erheblich eingeschränkt waren. Auch beim Ausblick auf die Veranstaltungen in 2021 sorgt die Krankheit für viele Unwägbarkeiten. Bei Druck des Heftes war noch nicht klar, was stattfinden wird und was nicht.

Inhaltlich bietet die 14. Ausgabe wieder eine Fülle von Themen: Als Stichpunkte sind zu nennen: Das Bemühen um das Projekt „Dritte Orte“, die geplante Jahresfahrt 2021, Schutzmasken aus der Blaudruckwerkstatt, Erinnerungen von Käthe Konik an die Bombenangriffe auf Burgsteinfurt im Zweiten Weltkrieg, der Brunsche Garten, Seuchen in Burgsteinfurt, das erste und letzte Kaufhaus in Burgsteinfurt, Plattzdüütsk Radio, die Schlacht um Sedan und die Vorstellung des neuen Buches von Willi Alff und Dr. Eckhard Hammerström mit dem Titel „Von Steinfurt in die weite Welt“

Das komplette Heft kann auf dieser Seite unter Jahresheft 2021 aufgerufen werden.

Durch eine Panne wurde der Beitrag des Frauentreffs nicht in das Jahresheft aufgenommen. Hier der Text und die Bilder dazu:

 

Corona bremst Aktivitäten

Rückschau des Frauentreffs

Von Marlene Hilgemann

Bei bestem Wanderwetter starteten 25 Frauen vom Burgsteinfurter Heimatverein Anfang Januar zur traditionellen Winterwanderung. Inge Nefigmann hatte schöne Wege durch die Bauerschaft Veltrup ausgesucht. Unterwegs hatte man Zeit, die fortschreitende Stadtentwicklung zu bestaunen. Als Ziel wurde das Anwesen von Erika Flintermann angesteuert. Dort hatte die Frau des Hauses in der noch weihnachtlich geschmückten guten Stube eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel vorbereitet. Mit selbst gebackenen Torten und Gebäck wurden die Frauen rundherum verwöhnt.

Im Februar hielt Günther Hilgemann einen Bildervortrag zum Thema Winterimpressionen. Eindrucksvolle Aufnahmen aus der Altstadt, vom Schloss, vom Bagno und vielen anderen Ecken Steinfurts ließen die Frauen von den Zeiten schwärmen, als noch regelmäßig Schnee und Eis die Winter begleiteten.

Im März wurden noch einmal die Erinnerungen an die Veranstaltungen des letzten Jahres aufgerufen. Mit Schnappschüssen der verschiedenen Aktivitäten entstand ein eindrucksvolles Bild der Vielzahl der unterschiedlichen Schwerpunkte der Frauengruppe.

Im Anschluss wurde die Jahresplanung für den Rest des Jahres bekanntgegeben. Alle waren in froher Erwartung.

Und dann kam Corona.

Mit der traditionellen Winterwanderung starteten die Frauen ind neue Jahr.

Die Lesung von Jürgen Hübschen musste abgesagt werden, der Vortrag zu Irland von Karl-Heinz Rosowski fiel der Pandemie zum Opfer. Die von Aleide Diedrichkeit geplante Sommerfahrradtour fiel ins Wasser. Dann wurde auch noch das Musical der Freilichtbühne Tecklenburg abgesagt.

Über die Sommermonate hatte sich die Corona-Lage etwas entspannt, so dass im September in neuen, größeren Räumlichkeiten wieder gestartet werden konnte. Nach der langen Pause freuten sich fast 30 Frauen in der ehemaligen Gaststätte des Martin-Luther-Hauses, über den so ersehnten Austausch untereinander und den plattdeutschen Vortrag von Heinz Epker, der die Biographie und das Werk von Augustin Wibbelt zum Thema machte.

Hermann-Josef Pape hielt einen Lichtbildervortrag über die Reservelazarette in Steinfurt.

Im Oktober war dann Hermann Josef Pape zu Gast, der in seinem Lichtbildervortrag über die Reservelazarette in Burgsteinfurt im Ersten und Zweiten Weltkrieg berichtete. Interessante Bilder zum Beispiel aus der Umgebung des Burgsteinfurter Bahnhofs zeigten die ankommenden Krankentransporte und alte Eisenbahnzüge. Die Umgebung des Bahnhofs mit Wasserturm und längst abgerissenen Gebäuden löste hohes Interesse aus. Viele Frauen konnten sich noch gut an die Gegebenheiten erinnern.

Und dann kam die zweite Welle. Die Veranstaltungen im November und Dezember mussten abgesagt werden. Wegen der hohen Infektionsgefahr blieb dem Organisationsteam keine andere Wahl, als den mahnenden Worten der Bundeskanzlerin zu folgen und auf alle nicht lebensnotwendigen Kontakte zu verzichten.

Die Terminplanung für das Jahr 2021 ist gemacht. Im neuen Jahresheft sind die potentiellen Termine aufgeführt. Ob sie stattfinden können, steht allerdings noch in den Sternen.

Auswanderer aus vielen Familien

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 9. Dezember 2020, 15:45 Uhr in Allgemein.

Neues Buch: Von Steinfurt in die weite Welt

„Von Steinfurt in die weite Welt“ ist das 550 Seiten starke Buch im DIN-A-4-Format überschrieben, dass Wilhelm Alff und Dr. Eckard Hammerström vom Heimatverein Burgsteinfurt über die Auswanderer aus Burgsteinfurt und Borghorst in mehrjähriger Forschungsarbeit verfasst haben. Bereits seit 1997 haben sich die beiden Autoren intensiv mit dem Thema beschäftigt. Dr. Rudolf Rübel widmete dem Thema Auswanderung lediglich eine halbe Seite in seinem Standardwerk zur Geschichte der Stadt Burgsteinfurt, das posthum 2013 erschienen ist.

Ergiebiger für die Autoren waren Recherchen im Staatsarchiv Münster und die Auswertung der Quellen, die die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung zusammengetragen hatte und die 2004 als Band 60 der Gesellschaft erschien. Als weitere Quellen insbesondere für Auswanderer nach Amerika dienten die Glazier/Filby-Edition „Germans to America“ und die „Forschungsstelle Deutsche Auswanderer in den USA (DAUSA") bei der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg.

Nach Abschluss der grundlegenden Arbeiten trafen sich der damalige Stadtarchivar Dr. Ralf Klötzer, Prof. Dr. Thomas Hoeren, Günther Hilgemann und Wilhelm Alff und beschlossen, die umfangreiche Datensammlung mit den Namen der Auswanderer des 19. Jahrhunderts aus Borghorst und Burgsteinfurt zunächst im Internet zu veröffentlichen. Die Stadt hatte sich bereiterklärt diese Aufgabe zu übernehmen. Die Stadt hat diese Aufgabe übernommen und alles ins Netz gestellt, wo noch heute die alte Auswanderer-Fassung eingesehen werden kann. Die Uni-Bibliothek Münster hat sie später in ihre "Westfalica electronica" übernommen.Aufnahme fanden Alffs Materialien in der Datenbank „Westfalica electronica“ der Uni Münster. Für das jetzt erschienene Buch wurden die Namenslisten überarbeitet und ergänzt. Im Frühjahr 2018 wurde das Projekt konkret in Angriff genommen. Es umfasst die Zeit vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. "Viele Familien in Burgsteinfurt waren betroffen“, so Alff und Hammerström. Die Auswanderung nach Ostasien – Holländisch Indonesien - im 17. und 18. Jahrhundert ist bisher kaum bekannt gewesen und nicht untersucht worden.  Zahlreiche junge Steinfurter hat die Vereinigte Ostindische Compagnie (VOC) wegen guter Verdienstmöglichkeiten nach Batavia (heute Jakarta) gelockt. Viele starben bereits auf dem Weg dorthin. Meist waren es wirtschaftliche Gründe, die zur Auswanderung führten

Elisabeth Lindhofs Datenbank umfasst zurzeit bereits 86000 Personen. Es sind aber meist keine Auswanderer, sondern aus den Kirchenbüchern und Standesamtsakten überwiegend aus Steinfurt erfasste Personen sowie auch Namen und genealogische Daten von Nachfahren der Ausgewanderten in der neuen Heimat.

Alle Auswanderungen vom 14. bis ins 18. Jahrhundert beziehen sich auf Stadt und Kirchspiel (Hollich, Sellen, Veltrup) Burgsteinfurt. Borghorst hatte zu der Zeit nur wenig Einwohner. Das änderte sich erst mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Textilindustrie.

Ziel der Auswanderer war nicht nur das Land der unbegrenzten Möglichkeiten (USA). So wanderten im 17. Und 18. Jahrhundert 80 Burgsteinfurter und 25 Borghorster nach Java, Sumatra und Ceylon aus.

Stellten im Stadtmuseum das neue Buch vor: Dr. Eckhard Hammerström und Wilhelm Alff (v.r.). Vom Heimatverein Burgsteinfurt mit dabei waren Renate Buntz, Norbert Schröder und Hans Knöpker. Foto: Menebröcker

„Westfalen wandern in alle Welt“ schreibt der Kartäusermönch Werner Rolevinck 1474 in seinem „Buch zum Lobe Westfalens“. Er erzählt die Geschichte des Edlen Ludolf von Steinfurt, der im Venedig des 15. Jahrhunderts seinen entlaufenen Leibeigenen trifft

Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit Steinfurter Juristen, die zu Beratern von Königen und Kurfürsten im 16. und 17. Jahrhundert werden. Der Burgsteinfurter Johann Friedrich Cramer wurde 1695 Erzieher des preußischen Kronprinzen.

Erster Borghorster Auswanderer nach Java war Engelbert Feldhaus, der am 7. August 1672 katholisch getauft wurde. Er heuerte bei der Verenigde Oostindische Compagnie“ an. Mit dem Schiff „Bekestein“ segelte er 182 Tage von Texel nach Kapstadt, wo er am 15. April 1695 ankam. Das Schiff ankerte allerdings vom 18. Oktober bis 5. Dezember im Hafen von Portsmouth. 1697 kehrte er nach Texel zurück.

Das Buch schildert zahlreiche weitere Einzelschicksale, ergänzt durch Briefe in die „Heimat“. Ausführlich betrachtet wird das Thema Auswanderer auch im Spiegel der Presse. Das Steinfurter Wochenblatt veröffentlichte im September 1833 dazu ein Gedicht. 1834 wird eine von der Obrigkeit verbreitete Predigt gegen die Auswanderung veröffentlicht. Das erste Kapitel des Buches schildert, dass der Burgsteinfurter Kaufmann Hermann Krose, erfolgreicher Kaufmann im London des 14. Jahrhunderts, der Armenstiftung seiner Heimatstadt 60 englische Nobelmünzen schenkt. Als Quelle dient das älteste Protokollbuch der „Heiligen Geist-Stiftung“ von1379 im Stadtarchiv

Nicht immer war der Weg in die weite Welt von Erfolg gekrönt, denn um ausreisen zu dürfen, brauchte man eine Genehmigung. Wer sie nicht vorweisen konnte und aufgegriffen wurde, dem drohte die Verhaftung und ein gerichtliches Nachspiel. Insbesondere wenn man sich der Militärpflicht entziehen wollte.

Für das Layout des Buches ist Annegret Floer verantwortlich, es wurde im Verlag Tecklenborg gedruckt, vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, dem Bürgerwindpark Hollich-Sellen, der Kreissparkasse Steinfurt, dem Stellvertretenden Bürgermeister Hans Günter Hahn und dem Heimatverein Burgsteinfurt unterstützt und ist ab sofort im Stadtmuseum für 32,50 Euro erhältlich. Dort werden auch das Jahrbuch 2021 des Kreises Steinfurt, das Memory-Spiel  des Kreisheimatbundes sowie die Bücher „Zwischen Krone Westfalens und elendem Loch“, „Burgsteinfurt – Geschichte einer kleinen westfälischen Residenz“ angeboten. Das Museum ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet (bitte schellen).

Reservelazarett Thema beim Frauentreff

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 29. September 2020, 15:52 Uhr in Allgemein.

Die Frauengruppe des Heimatvereins trifft sich am Montag (5. Oktober) um 14:45 Uhr in der ehemaligen Gaststätte des Martin Luther-Hauses zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Rosinenbrot essen. Als Gast wird Hermann Josef Pape erwartet, der den Nachmittag mit einem Lichtbildervortrag zum Thema „Reservelazarett Burgsteinfurt, ein Ort der Rettung für viele“ in den Jahren 1939 bis 1946 bereichert. Die Frauen werden gebeten, Kaffeegeschirr und Tafelmesser mitzubringen. Ein Mund-Nasenschutz ist erforderlich.hutz ist erforderlich.