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Anstehende Termine
25. September 2019, 19:00 Bildband "Aufbruch in eine neue Zeit"
Cornelia Balzer stellt neuen Bildband "Aufbruch in eine neue Zeit" vor, 19 Uhr, Niedermühle.
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5. Oktober 2019, 09:45 Schnatgang
Schnatganmg durch Bagno und Buchenberg, 9.45 Uhr ab Brücke vor dem Schloss.
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Die neuesten Berichte

Eine Wanderung durch die Zeit

Zum 5. Oktober (Samstag) lädt der Heimatverein Burgsteinfurt alle interessierten Wanderer und Schnatsteinfreunde zum zweiten Schnatgang des Jahres 2019 ein.

Schnatsteine markieren seit 1788 die Grenzen der Grafschaft Steinfurt mit dem Fürstbistum Münster und werden reihum und alljährlich vom Heimatverein Burgsteinfurt vor Ort genau kontrolliert.

Von den ehemals 102 Grenzsteinen sind noch knapp 50 erhalten. Davon werden den Schnatgängern nur drei Steine begegnen. Das liegt daran, dass im Buchenberg wegen der schwierigen geografischen und vermessungstechnischen Verhältnisse keine Steine gesetzt wurden. Dafür stehen die Steine beim Hof Meinikmann allerdings konzentriert. Es handelt sich um den Stein Nr. 19, der im Erlenbruch in dem Kreuzungsbereich dreier Bachniederungen steht. Die beiden übrigen Steine stehen in unmittelbarer Nähe zum Fachwerkspeicher. Der Hof kann noch als letzter Gräftenhof mit Binnenwall bezeichnet werden. Die Familie Meinikmann wird ihren Hof den Schnatgängern vorstellen.

Treffpunkt der Wanderer ist um 9.45 vor dem Schloss an der Brücke. Zunächst wird Günther Hilgemann durch das Bagno führen, der ehemals bedeutendsten Parkanlage Westfalens. Nach einem Mittagessen im Golfclub (die Kosten liegen bei circa 10 Euro) geht es entlang der dortigen Schnatsteine durch den Buchenberg bis zum Hof Meinikmann. Zum Abschluss der Wanderung gibt es noch Kaffee und Kuchen bei Beckers Jan.

Anmeldungen bitte bei Wilhelm Dudek, Telefon 02551/80558, mobil 01707614823.

 

Radtour zum Drilandsee

Verfasst von R.Menebröcker, Freitag, 20. September 2019, 11:05 Uhr in Allgemein.

Am Sonntag (22. 9. 2019) bietet der Heimatverein eine Radtour zum Drilandsee in Gronau an. Gestartet wird um 10 Uhr am Autozentrum Thiel. Gegen 12:30 Uhr soll das Hotelrestaurant Seeblick erreicht werden. Hier wird gemeinsam zu Mittag gegessen.   Um Anmeldungen wird bis Samstagmittag unter der Rufnummer 02551 80558 oder 01707614823 gebeten. Für den Hin- und Rückweg ist eine Strecke von ca. 50 Kilometern vorgesehen.

 

Kritische Fragen zum Leben der Sachsen

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 18. September 2019, 18:52 Uhr in Allgemein.

Mit der vorchristlichen Religion der alten Sachsen setzte sich Dr. Christof Spannhoff (Bild) am Dienstagabend (17.9.) auf Einladung des Heimatvereins Burgsteinfurt und des Kulturforums in der vollbesetzten Niedermühle auseinander.  Die Zweifel des wissenschaftlichen Mitarbeiters am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster beginnen bereits bei den Ortsnamen, die angeblich auf germanische Gottheiten zurückgehen. Bereits der römische Historiker Tacitus (ca. 58 – 120 n. Chr.) hat sich in seiner Schrift „Germania“ mit der vorchristlichen Zeit in Sachsen befasst. Er war jedoch nie selbst in Germanien und muss daher, so Spannhoff, als Quelle ebenfalls kritisch hinterfragt werden, weil manches ein Konstrukt der modernen Germanenideologie sei.  Dies war auch bei der rückwärtsgewandten völkischen Ideologie der Nazizeit so. Oftmals werde die vorchristliche Zeit aus christlicher Sicht beschrieben, nannte der Referent einen weiteren Knackpunkt. Die Beschäftigung mit „den Germanen“ habe erst im 19. Jahrhundert begonnen.

Für die Missionare habe es „Gebrauchstexte“ für die Taufe gegeben, so der Historiker und verwies auf das Altsächsische Taufgelöbnis nach vorheriger Unterweisung. Durch Karl den Großen (747 – 814) wurde Sachsen mit Feuer und Schwert christianisiert. Durch die Sachsenkriege (772 bis etwa 804) sei ein krasser Bruch entstanden. 805 wurde Liudger zum ersten Bischof von Münster ernannt.

Sachsen sei vor der Christianisierung kein einheitlicher Kulturraum gewesen, betonte Dr. Spannhoff weiter. Über den Jenseitsglauben der Sachsen sei nur wenig bekannt, es sei aber anzunehmen, dass sie an ein unterirdisches Totenreich glaubten.

 „Nicht alle Kirchen waren vorher heidnische Kultstätten“, betonte der Historiker.  Ohnehin sei ein solcher Nachweis schwierig. Dies gelte auch für Burgsteinfurt. Im 9. Jahrhundert habe es im gesamten Münsterland etwa 40 Kirchen gegeben. Zu der Zeit hätten auch nicht alle Bestattungen rund um die Kirchen stattfinden können. Die Entfernungen seien einfach zu groß gewesen. Viele Kirchen wurden in der Folgezeit auf Schultenhöfen gebaut, sie wurden vom sächsischen Adel, Stiften und Klöstern errichtet.

.Als Fazit seiner Forschungen nannte Spannhoff:

Beim Glauben der alten Sachsen habe es sich um eine typische Religion von Bauern und Viehzüchtern gehandelt.

Es wurden Haustiere und landwirtschaftliche Geräte geopfert.

Die Götter wurden bei kriegerischen Auseinandersetzungen angerufen.

Der Wirkungsbereich der Götter beschränkte sich auf die sichtbare Welt und Gegenwart der Menschen.

Die Götter waren Garanten der bestehenden Ordnung.

Religion war Teil der politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Ordnung.

Das persönliche Verhältnis der Menschen zu ihren Göttern bleibt unbekannt.

Cornelia Balzer stellt neuen Bildband vor

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 18. September 2019, 18:45 Uhr in Allgemein.

Die Niedermühle des Heimatvereins Burgsteinfurt bildet am Mittwoch (25. September) um 19 Uhr den äußeren Rahmen, während Cornelia Balzer neues Buch „Aufbruch in eine neue Zeit” vorstellen wird. Interessierte sind herzlich eingeladen. Es handelt sich um eindrucksvolle Fotoarbeiten, die ihr Vater Hans J. Balzer in den fünfziger Jahren bis zum Anfang der siebziger Jahre von Burgsteinfurt festgehalten und dokumentiert hat. „Ich musste manche staubige Ecke entstauben und manche Dias noch schnell rahmen, ehe ich das jeweils Gesuchte fand. Ich glaube, meine Mühe hat sich gelohnt”, so Cornelia Balzer über ihr neues Buch. Zum Bild: Wehrmachtsauto und zwei Frauen vor dem Fotohaus Kiepker.

Frühes Christentum im Münsterland.

Verfasst von R.Menebröcker, Donnerstag, 12. September 2019, 11:31 Uhr in Allgemein.

Am 17. September (Dienstag) findet um 19 Uhr in der Niedermühle ein weiterer Vortrag aus dem Jahresprogramm des Heimatvereins Burgsteinfurt und des Kultur-Forums mit dem Thema: "Als das Christentum nach Steinfurt kam" statt.

Über Jahrhunderte hinweg hatten christliche Franken westlich und heidnische Sachsen östlich des Rheins gelebt, ohne dass ein nennenswerter kultureller Austausch zwischen beiden zustande kam. Erst um 700, als nordenglische Missionare ihre Heimat mit dem Ziel verließen, die heidnischen Stämme zwischen Rhein und Weser mit dem Christentum bekannt zu machen, kam es zu ersten Erfahrungen, die allerdings, wie das Beispiel der beiden Ewalde zeigt, kläglich scheiterten. Erst der Eroberungskrieg, den Karl der Große ab 772 gegen die Sachsen führte, verhalf auch dem Christentum in dieser Region zu dauerndem Erfolg. Die Missionare konnten in dem politisch weitgehend befriedeten Bereich ihrer Aufgabe der Glaubensverbreitung ohne größere Hindernisse nachgehen.

Für das Münsterland wurde der Friese Luidger gewonnen. Dieser baute als Stützpunkt für seine Arbeit die Siedlung „Mimigerneford“, das heutige Münster, aus, indem er dort 793 ein Kanonikerkloster gründete. Und dann in der Folge einen Bischofssitz einrichtete, den er 805 als erster Bischof von Münster bestieg.

Man darf gespannt sein, was der Historiker Dr. Christof Spannhoff (bild) aus der frühen Zeit zu berichten weiß.Für Mitglieder des Heimatvereins ist die Veranstaltung kostenfrei, während für alle übrigen die Kursgebühr des Kultur-Forums von 6 € anfällt.