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Übersicht unserer Aktivitäten

Neujahrsempfang im Stadtmuseum

Verfasst von R.Menebröcker, Freitag, 14. Dezember 2018, 11:03 Uhr in Allgemein.

Zum Abschluss der Sonderausstellung "Braukultur in Burgsteinfurt" lädt der Heimatverein Burgsteinfurt zu einem Neujahrstreffen im Stadtmuseum am 6. Januar (Sonntag) um 17 Uhr ein. Passend dazu zeigt Hermann-Josef Pape eine digitale Fotoschau mit dem Titel: "Burgsteinfurter Geschichten von  Bierbrauern, Branntweinbrennern, Wirtshäusern, Wirten und ihren Gästen in Bildern". Von den vielen Gaststätten und Kneipen stehen einige in der Rückblende im Focus. Es war ein Stöbern und Suchen nach alten Fotos. Viele bislang noch unveröffentlichte Bilder im Privatbesitz geben anschaulich, interessant oder dokumentarisch das Burgsteinfurter Gaststättenleben wieder. Die Gaststätten hatten früher einen viel größeren Stellenwert im Leben der Menschen als heute. Freud und Leid haben die Wirtsleute am Tresen mit ihren Besuchern geteilt. Bei den Geschichtstagen wurden bereits viele Aspekte beleuchtet. Jede Kneipe hatte ihren ganz eigenen Charakter und ganz unterschiedliches Publikum. So auch die Altdeutsche Gaststätte in der Kirchstraße. Nach 32 Jahren "Kranführung" verabschiedete sich im Jahre 2008  Fritz Preußners von seinen Gästen in den Ruhestand. Stammtischbrüder erhoben seine urige Kneipe gar zum "Institut für Bierologie und Hektolithografie".

Foto: Hermann-Josef Pape

40. Krippenausstellung eröffnet

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 27. November 2018, 17:39 Uhr in Allgemein.

Familien Janßen und Martina Behrning-Lorenz bei der Ausstellungseröffnung.

Figuren aus Wachs stellt Katharina Epping in der Kreissparkasse aus.

Von Polen bis Peru, von Guatemala bis Tansania: Rund 130 Krippen haben die Organisatoren der 40. Krippenausstellung im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse unter dem Motto „Krippen aus aller Welt“ zusammengetragen. Chef Prof. Anton Janssen erläuterte bei der Eröffnung  verschiedene Materialien, die zu Einsatz kamen: Ebenholz, Olivenholz, Rosenholz, Ton und vieles mehr. Martina Behrning-Lorenz erinnerte an die Anfänge in den 70er Jahren auf Initiative ihres Vaters Ernst Behrning mit dem RSV Friedenau, ehe ab 1978 die Exponate einem größeren Kreis in der Sparkasse gezeigt wurden.

Die Kreissparkasse unterstützt traditionell die Ausstellung mit einem Scheck, den Regionaldirektor Stephan Runde überreichte. Der Heimtverein zeigt in der Ausstellung Neujahrskucheneisen sowie Wachsfiguren von Katharina Epping.  

Die ältesten Belege von Waffeleisen stammen aus Frankreich, Belgien und der Schweiz. Im 9. Jahrhundert tauchen sie als weltliche Gegenstücke zu Hostieneisen in den Klöstern auf. Aber auch in Skandinavien wurden die Eisen in Wikingergräbern den 7. bis 10. Jahrhunderts gefunden. Die Eisen haben sich dann über ganz Europa verbreitet.

Über den Brauch des Neujahrs- kuchenbackens informiertr der Stand des Heimatvereins. Fotos: rm

Die ältesten Waffeleisen aus Nordrhein-Westfalen stammen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, schriftlich belegt sind sie bereits seit dem 14. Jahrhundert. Die Motive auf der Innenseite der Platten sind sowohl weltlicher als auch religiöser Natur.  Häufig enthalten die Eisen Namen, Initiale, Hauszeichen oder Wappen oder sind Ausdruck eines christlichen Bekenntnisses. So sind Geräte mit Bibelzitaten, Szenen wie Christi Geburt, Dreikönige, Kreuzigung oder Auferstehung verziert oder zeigen das Lamm mit geschulterter Fahne.

Beliebtes Motiv war auch der Lebensbaum, auch Schicksalsbaum oder Baum der Erkenntnis . Er ist ein Unsterblichkeitssymbol, verkörpert aber auch das Kreuz Christi.Häufig waren Waffeleisen Hochzeitsgaben. Im Münsterland zogen junge Männer um Neujahr durch die Nachbarschaft und wünschten ein „glückseliges neues Jahr“. Das diente dazu, sich nach einer geeigneten Braut umzuschauen.

Gebacken wird am offenen Herdfeuer, wie schon auf dem Januarbild der Münsteraner Domuhr von 1540 zu sehen ist. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, wurde zu lange gebacken, verbrannte der Teig, zu kurze Backzeit zerreißt den Teig. Zwischen Weihnachten und Neujahr bekamen die Knechte und Mägde drei Tage frei und wurden „in den Kuchen“ beurlaubt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Dezember während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen. Der traditionelle Weihnachtsmarkt findet am 8. Dezember von14 bis 17 Uhr und am 9. Dezember von 11 bis 17 Uhr statt.

Winter nur auf der Leinwand

Verfasst von R.Menebröcker, Samstag, 10. November 2018, 11:48 Uhr in Allgemein.

Der Bildervortrag von Günther Hilgemann „Stemmert im Winterkleid“ fand bei den Heimatfreunden eine gute Resonanz, wenn auch vom Winter selbst weit und breit nichts zu sehen war. Trotzdem verstand der Vortragende es gut, die Besucher mitzunehmen auf einen Weg durch die Steinfurter Winterlandschaft und die jahreszeitlichen Besonderheiten.. Dabei behandelte er folgende Themen, die er durch passende Erklärungen und kleine Geschichtchen zu ergänzen wusste. „So wie es früher war, Schloss und Bagno im Winterkleid, Stadt- und Landleben im Winter, Schnee- und Eisvergnügungen insbesondere für Kinder, die Tierwelt im Winter, winterliche Kunstwerke, Winterstürme und traumhafte Ausblicke mit dem Teleobjektiv vom Schöppinger Berg. Besonders beeindrucksvoll kamen bei den Besuchern die Raureif-Zaubereien an und lösten direkt einen Applaus aus. Foto: Hilgemann

Bürgermeisterin plauderte aus den Nahkästchen

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 6. November 2018, 15:01 Uhr in Allgemein.

Auf großes Interesse beim Frauentreff des Burgsteinfurter Heimatvereins stieß der Besuch der Bürgermeisterin. In der rappelvollen Niedermühle berichtete Claudia Bögel-Hoyer über ihren persönlichen und beruflichen Werdegang. Die Bürgermeisterin betonte, dass wie in jedem Beruf, den man ernst nimmt, harte Arbeit die Voraussetzung für den Erfolg ist. Deutlich wurde, dass Frau Bögel-Hoyer mit viel Herzblut ihre Ämter in Berlin und im Rathaus ausübt. Mariann Büsing überreichte im Namen des Frauentreffs ein Dankeschön-Präsent an die Bürgermeisterin.

Foto: Hilgemann

Memo-Spiel wieder erhältlich

Verfasst von R.Menebröcker, Donnerstag, 1. November 2018, 10:20 Uhr in Allgemein.

Das Memo-Spiel, das auf Initiative des Kreisheimatbundes gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt entwickelt worden ist, kann ab sofort wieder für fünf Euro im Stadtmuseum in Burgsteinfurt zu den Öffnungszeiten erworben werden. Auf 50 mal zwei bunten Karten sind Heimathäuser und andere historische Gebäude im Kreis zu sehen. Aus Burgsteinfurt sind die Niedermühle und das Kreishaus mit dabei.

Durch das Spiel können auch Kinder erfahren, wie vielfältig die Region ist und wo sie sich in den verschiedenen Heimatvereinen engagieren können, heißt es in dem Begleitheft zu Spiel. In dem Heft enthalten sind auch zahlreiche Anekdoten und Informationen zur Geschichte der verschiedenen Gebäude.

Für die Niedermühle wird auf die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1352 hingewiesen. Weiter erfährt man, dass sie ein wichtiger Eckpfeiler der Stadtbefestigung war und erstmals 1475 als Niedermühle bezeichnet wird. 1697 wurde sie durch einen Brand vernichtet, aber umgehend wieder aufgebaut. 1957 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und das Staurecht an die Stadt übertragen. 1995 pachtete der Heimatverein die Mühle und sorgte für die vollständige Restaurierung.

Borghorst ist mit dem Ackerbürgerhaus im Buckshook dabei. Das vermutlich älteste erhaltene Gebäude in Borghorst stammt aus dem Jahr 1657. 2004 erwarb der Heimatverein Borghorst das Haus und restaurierte es behutsam.

 

Schicksale Burgsteinfurter Juden

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19:25 Uhr in Allgemein.

Mit den Schicksalen von Hermann Emanuel und Horst Martin Buchheimer beschäftigte sich Dr. Willi Feld am Dienstagabend (23. Oktober) in der Niedermühle zum Thema Steinfurter Judengeschichte.

Es war der 27. Juli 1942: Die letzten sieben Burgsteinfurter Juden wurden aus ihren Häusern geholt und zur Gaststätte „Schützenhof“ an der Hammer Straße in Münster gebracht. Am 31. Juli wurden sie am dortigen Güterbahnhof in Züge gepfercht und nach Theresienstadt verschleppt. Unter ihnen war Hermann Michel. Er überlebte die Shoa und kehrte nach der Befreiung nach Burgsteinfurt zurück.

Irmgard Walbaum hat sich zwei Jahre lang mit dem Schicksal von Hermann Michel beschäftigt. Während des Studiums im Alter an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster arbeitete die 1951 in Burgsteinfurt geborene ehemalige Lehrerin als „forschende Lernende“ mit elf weiteren Studierenden zum Umgang mit dem Nationalsozialismus in Westfalen in der Nachkriegszeit. Die Ergebnisse wurden unter dem Titel „Helden und Außenseiter“ veröffentlicht. Walbaum, die heute in Münster wohnt, hat ein Exemplar des 820 Seiten umfassenden Buches dem Heimatverein Burgsteinfurt geschenkt. Es kann im Stadtmuseum ausgeliehen werden.

Blick in die Abläufe eines Textilunternehmens

Verfasst von R.Menebröcker, Sonntag, 7. Oktober 2018, 17:10 Uhr in Allgemein.

Christa und Hans Günther Hahn erzählen den Burgsteinfurter Frauentrefflerinnen aus der 40-jährigen Firmengeschichte. Foto: Hilgemann

Von Günther Hilgemann

Für die 42 Frauen vom Frauentreff im Burgsteinfurter Heimatverein wurde der Ausflug über den Buchenberg zu einem besonderen Erlebnis. Hans Günther Hahn hatte sein Unternehmen an der Altenberger Straße geöffnet und gewährte den Burgsteinfurterinnen einen umfassenden Blick in die Abläufe seines Textilimperiums. Überraschend für die Damen, dass just am 1. Oktober die Firma „H.G. Hahn Haustextilien“ ihr 40-jähriges Jubiläum feiern konnte. Gegründet 1978 als Hatex-Haustextilien mit einer Mitarbeiterin, einem Auszubildenden und drei Aushilfen. Das Angebot damals war Bettwäsche. Heute besteht die Belegschaft aus 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Hauptprodukt sind Spannbettlaken und Bettwäsche. Auf 12.000 qm Betriebsflächen in Borghorst wird die in Asien produzierte Ware konfektioniert und für den Verkauf an den Großhandel versandfertig gemacht. In der hauseigenen Designabteilung werden die Muster und Farben für die künftigen Kollektionen entworfen. Nach einem gemütlichen Kaffee beantworteten HG Hahn und seine Frau Christa sowie Sohn Sebastian die zahlreichen Fragen der Frauen. Nach mehr als zwei Stunden intensiver Gespräche bedankten sich die Frauen bei der Familie Hahn für die Offenheit und die Gastfreundschaft. Als Überraschung bekam jede Teilnehmerin vom Frauentreff noch ein hausgemachtes textiles Präsent mit auf den Heimweg.

Interesse an Familiennamen

Verfasst von R.Menebröcker, Sonntag, 23. September 2018, 11:18 Uhr in Allgemein.

Zahlreiche Besucher informierten sich über die Bildung von Familiennamen in der Niedermühle.

„Mit solcher Resonanz hätte ich nie und nimmer gerechnet“, zeigte sich Gottfried Bercks überrascht, als sich die Niedermühle zum Vortrag:von Dr. Spannhoff : „Was uns alte Steinfurter Familiennamen erklären“ immer mehr füllte.
Heute sind wir es gewohnt, zwei Namen zu haben, einen Vornamen und einen Familiennamen. Doch das ist das Ergebnis einer langen Entwicklung vom 8. Jahrhundert beginnend bis heute.
Es begann mit den Rufnamen, die aber im Rahmen der niederdeutschen Sprache einer ständigen Entwicklung ausgesetzt waren, bis es dann zu der heutigen Namensform kam. Trotzdem war es noch ein weiter Weg, um letztendlich zur erblichen Form zu kommen.
Im Münsterland  gab es eine besondere Gruppe von Hof- und Familiennamen, die mit Endsilben  -ing, -man,- -hof und -haus endeten. Es waren in erster Linie Namensbezeichnungen, die auf Flurnamen, Geländenamen oder auf Rufnamen zurückgehen.
Anhand der Namen der Steinfurter Bürger, die bei der Stadtrechtsverleihung 1347 genannt sind, hat Dr. Spannhoff versucht, die Herkunft der Namen zu ergründen und auch wissenschaftlich zu belegen. Dass das nicht immer leicht war, wurde allen Besuchern deutlich, insbesondere, als sie von dem Referenten mit eingebunden wurden.
Die Stadtwerdungsurkunde ist leider im Original nicht mehr erhalten sondern nur in drei Abschriften aus späterer Zeit.

Neues Rad für die Niedermühle

Verfasst von R.Menebröcker, Samstag, 1. September 2018, 17:31 Uhr in Allgemein.

Nach zwei Jahren Stillstand soll sich zum Denkmaltag am 9. September das Rad der Niedermühle wieder drehen. Im Auftrag des Mühlenbesitzers Philipp Mondorf hat die Tischlerei Möller aus Melle damit begonnen, die neue Felge aus tropischem Hartholz zu installieren. Die Schaufeln des Rades hat der Besitzer in Eigenleistung repariert. Rund 11000 Euro werden er und sein Vater Martin Mondorf nach eigenen Angaben in die Instandsetzung investieren. Gespräche über eine Pachtverlängerung mit dem Heimatverein will Mondorf 2020 führen, berichten die Westfälischen Nachrichten.

Foto: Hilgemann